RSV und SG trennen sich 2:2

8. Spieltag, 25.10.20
RSV Wullenstetten – SG 2:2 (1:1)

Von Beginn an entwickelte sich das erwartete kämpferische Spiel, bei dem beide Teams nicht lange taktierten, sondern jeweils offensiv agierten. Aus einer eher harmlosen Situation kam nach einem Einwurf des RSV nahe der Eckfahne der Ball in die Mitte vor den 16er der SG, wo Wullenstettens Mikidikis einfach mal draufhielt und Torwart Scheurer, der den verletzten Stammtorhüter Sießegger gut vertrat, keine Chance hatte bei dem Flachschuß zum 1:0 in der 18. Minute. Genau das wollte man eigentlich vermeiden. Die SG legte nun einen Gang um schnellstmöglich den Ausgleich zu erzielen. Der gelang dann auch in der 29. Min., als Fabio Potrykus rechts durchbrach, den Ball zu Nico Unseld passte, der aus spitzem Winkel mit einem Heber den herauslaufenden RSV-Keeper überlistete und zum 1:1 traf.

Den Zuschauern wurde weiterhin ein gutes Spiel mit Torraumszenen auf beiden Seiten geboten. Die SG trat dieses Mal wieder sowohl in kämpferischer als auch in Sachen Einsatzwillen genauso auf, wie es von Coach Löbert erwartet wird. Nach dem Ausgleichstreffer wollte man mehr und wenn möglich vor der Halbzeit auch in Führung gehen. Dies wäre in der 42. Min. auch gelungen, als nach einem schnellen Angriff über mehrere Stationen der Ball auch den Weg ins Tor fand, doch der Schiedsrichter sah hierbei eine Abseitsstellung, die mehr als fraglich war. So ging es mit einem Remis in die Halbzeitpause.

Gleich nach dem Wechsel hatte Michl Lämmle in der 47. Min. ein sehr gute Einschussmöglichkeit, scheiterte aber aus relativ kurzer Distanz an einem Abwehrspieler, der in der Schussbahn stand. Die Hausherren sahen sich nun vermehrt in die Defensive gedrängt, da die SG den Druck erhöhte. In der 57. Min. belohnte sich das Team um Spielertrainer Löbert dann auch mit dem Führungstreffer, als Nico Unseld die Verwirrung im 16er der Hausherren nutzte und zum nicht ganz unverdienten 2:1 einschoss. Der RSV kam in dieser Phase nur noch wenig Chancen, aber wenn, dann waren diese brandgefährlich. So in der 66. Min., als TW Scheurer in letzter Not den Ausgleichstreffer verhinderte, als der RSV Stürmer frei zum Abschluß kam.

Nur vier Minuten später war die SG-Abwehr einmal nicht richtig im Bilde, als nach einer Flanke des RSV dieser mit einem Kopfballtreffer durch Petruch das 2:2 erzielen konnte. Dieser Treffer gab den Hausherren nun Auftrieb und brachte die SG nun öfter in Probleme, als dies bislang der Fall war. Beide Teams gaben sich keinesfalls mit dem Remis zufrieden. So war der Ausgang der Partie bis zum Schlußpfiff völlig offen. Schlussendlich trennte man sich dann doch mit dem 2:2, dass der SG eher weh tat, insbesondere als man die Ergebnisse der Konkurrenten an diesem Spieltag anschließend erfuhr.

Kämpferisch konne man dem Team am Ende keinen Vorwurf machen. Das gleiche gilt für die Einstellung und zum Willen. Es hapert eigentlich am Ende meist an der Chancenverwertung.

Reserve RSV Wullenstetten – SG 2:1 (2:0)

Von dem Auftritt der Reserve muss man schlichtweg enttäuscht sein. Mit einem Kader, der eigentlich dafür geeignet wäre, gegen die eine oder andere 1. Mannschaft der Liga zu bestehen, verlor man am Ende gegen die bislang sieglosen Gastgeber.

Zählt man die Chancen über die gesamte Spielzeit aus Sicht der SG zusammen, hätte der Gegner mit mindestens sechs bis sieben Toren besiegen müssen. Schon von Beginn an hätte man nach 12 Minuten mit 2:0 führen müssen, wenn Spitz und Span ihre Chancen verwertet hätten. Dafür geriet man in der 22. Min. nach einem Eckball mit 1:0 in Rückstand, als die Abwehr tatenlos zusah, wie der Torschütze unbedrängt zum Kopfball gehen konnte und sich diese Chance nicht nehmen ließ. Danach hatte die SG erneut zwei Einschussmöglichkeiten, doch auch diese wurden vergeben bzw. vom RSV-Keeper vereitelt, der mit seinen Paraden u. Glanzreaktionen sein Team im Spiel hielt.

In der 32. Min. fast eine Kopie des ersten Treffers, als der RSV erneut nach einem Eckball per Kopf zum 2:0 erhöhen konnte. Irgendwie konnte man nicht glauben, was man sah. Eigentlich spielerisch überlegen, aber diese Überlegenheit nicht umgesetzt.

Nach dem Wechsel bedarf es einem Handelfmeter, dass man überhaupt den Anschlußtreffer bejubeln konnte, den Brendle sicher in der 55. Min. verwandelte. Ansonsten vergab man weiterhin gut herausgespielte Torchancen und musste froh sein, dass auch SG-Keeper Schaukal einen größeren Rückstand verhinderte. So musste man am Ende mit leeren Händen den Platz verlassen und findet sich in der Tabelle mit nur sechs Punkten weit abgeschlagen von der Tabellenspitze wieder.